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An apple a day keeps the doctor away – Wahrheit oder Lüge?

Der Apfel gehört zu den beliebtesten Obstsorten, nicht nur in Deutschland. Allerdings sind die Äpfel, die sich heute im Obstregal finden, qualitativ nicht mehr so, wie es viele aus ihrer Kindheit kennen. Designer-Äpfel haben den Weg in die Supermärkte gefunden. In den großen Läden gibt es ca. fünf verschiedene Apfelsorten. Wer sich die Mühe macht und sich einmal auf dem Wochenmarkt oder bei einem guten Apfelbauern umschaut, wird eine viel größere Vielfalt entdecken.Im Supermarkt sind Sorten wie Golden Delicius, Elstar, Granny Smith oder Jonagold zu finden. Heute müssen Äpfel schön sein. Eine optisch harmonische Form und eine einheitliche Größe werden gewünscht. Die Äpfel sind für die Massenverarbeitung optimiert. Sie müssen transportfähig sein, in Sortiermaschinen passen und lange lagerfähig sein. Auf diese Weise können große Mengen ausgeliefert werden. Wirft man nun einen Blick auf die Vergangenheit, sind viele Apfelsorten, die es früher gab gar nicht mehr im Gespräch. Entweder sind sie nicht mehr bekannt oder ganz aus unserem Leben verschwunden. Die Supermärkte bevorzugen die pflegeleichten Apfelsorten.

Die Natur selbst sorgt immer wieder für neue Apfelkreationen. Es werden ganz zufällig Wildapfelarten gemischt. In vielen Fällen sind die neuen Sorten nicht sehr reizvoll, es können aber auch Apfelarten entstehen, die wie ein Sechser im Lotto sind. Diese sind dann perfekt an die lokalen Gegebenheiten angepasst.

Den Wert des Apfels erkennen

Vielleicht ist es auch eine Zivilisationskrankheit, dass die früheren Apfelsorten verschwinden, denn viele Verbraucher möchten die „schönen“ Äpfel lieber verzehren. Die Kunden der Supermärkte möchten frische Äpfel das ganze Jahr über und günstig sollen sie auch sein. Wir verlieren den Wert der Äpfel aus den Augen, dadurch dass sie im Supermarkt zu einem Spottpreis zu bekommen sind. Viele von uns vergessen auch, wie toll ein Apfel aus dem eigenen Garten ist und wie intensiv sein Duft und Geschmack ist. Ein Blick auf frühere Zeit zeigt uns, dass es üblich war, eigene Apfelbäume im Garten zu haben. In den Gebieten um Städte waren Streuobstwiesen zu finden. Der Apfel sorgte für besondere Köstlichkeiten aus der Küche. Apfelmus, Apfelkuchen, Bratäpfel und Apfelwein oder –schnaps wurden in den Familien selbst hergestellt. Äpfel, die besonders groß und schön geraten waren, wurden an liebe Menschen verschenkt. Einen Apfel roh zu verspeisen, kam erst später in Mode. Zunächst wurden die rohen Äpfel in der Heilkunst eingesetzt. Dieser Tatsache entspringt auch das Sprichwort aus dem Amerikanischen „An apple a day keeps the doctor away“. Es gibt gerade heute wieder eine Initiative, die versucht, vergessene Apfelsorten wieder zurückzubringen.

Der Apfel und die Gesundheit

Für Ernährungswissenschaftler bietet der Apfel viel Stoff für ernährungsphysiologische Untersuchungen. So steht die Untersuchung im Fokus, ob der Apfel eine krebshemmende Wirkung zeigt. Gerade die roten Apfelsorten enthalten in ihrer Schale wertvolle, sekundäre Pflanzenstoffe. Anthozyane und Phenole zählen zu diesen Stoffen. In Gemüse und Obst werden diese beiden Stoffe gebildet, damit sich die Frucht vor Krankheitsbefall schützen kann. Diese Eigenschaft kommt auch dem Mensch zu Gute.
Es ist bereits nachgewiesen, dass die Polyphenole einer Tumorbildung vorbeigen. In der Schale des Apfels ist auch Quercetin zu finden. Dieses wirkt hervorragend gegen freie Radikale. Durch diese Eigenschaft beugt der Stoff sowohl Alterserscheinungen, wie auch Krebs vor. Der Verzehr von Äpfeln senkt den Cholesterinspiegel. Durch den Inhaltsstoff Pektin wird in der Leber nicht so viel Cholesterin gebildet, sodass der Blutzuckerspiegel weniger ansteigt. Äpfel schützen demnach vor Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems und vor Arteriosklerose. Wer gern Äpfel verzehrt, stärt seine Darmflora und unterstützt den Verdauungsprozess. In der Naturheilkunde findet der Apfel ebenfalls Einsatz. Zur Stärkung des Immunsystems, in der Wundheilung und zur Blutreinigung greifen Naturheilkundler zu diesem köstlichen Obst. Apfelmus schafft Linderung bei Magen-Darmbeschwerden. Leidet jemand unter Verstopfung, so ist ein geriebener Apfel eine gute Behandlungsmethode. Durch den hohen Anteil an Ballaststoffen macht ein Apfel satt und entlastet den Darm.
Äpfel sind voll mit wertvollen Nährstoffen. Während der Kaloriengehalt sehr gering ist, gibt es ansonsten nur Gutes über dieses Obst zu berichten. Der Vitamingehalt eines Apfels ist nicht immer gleich. Die Supermarkt-Äpfel werden oftmals zu früh geerntet und konnten deshalb nicht so viele Vitamine bilden, wie ein Apfel , der lang genug in der Sonne war und sich in Ruhe entwickeln konnte.

Sollte ein Bio-Apfel vorgezogen werden?

Es ist nicht unbedingt so, dass Bio-Äpfel gesünder sind. Der Gehalt an Vital- und Nährstoffen ist mit dem der herkömmlichen Äpfel identisch. Allerdings gibt es viele Vorteile, die Bio-Obst grundsätzlich mit sich bringt. So wird dieses Obst nicht mit Pflanzenschutzmitteln behandelt und ist deshalb besser für den Menschen. Natürlich gereifte Äpfel sind fester und in der Regel aromatischer. Der intensive Duft und Geschmack entsteht durch den geringeren Wassergehalt im Bio-Apfel. Der Verbraucher muss aber damit rechnen, dass Bio-Äpfel vom Preis her über dem Obst aus dem Supermarkt liegen.

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